Curriculum nach DL7BST:

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Zeitstrahl des Kurscurriculums

Disclaimer: Der Kurs befindet sich gerade noch in starker Überarbeitung!
Dies betrifft vor allem die Folien, das Praxisscript und die Beschreibung des Kurskoffers.

Material

Wir erstellen zur Zeit ein Skriptum mit Lernhilfen, Übungs- und Praxisaufgaben, Formelsammlungen etc. nach welchem der Kurs gehalten wird. Aus diesem verweisen wir auf unsere Kursfolien (siehe Klasse E und [[Klasse A]]) welche den wesentlichen Prüfungsstoff enthalten. Alle Unterlagen bieten wir unter CC-Lizenz frei an.

Die zugrunde liegende Literatur auf die wir mehrheitlich referenzieren entspringt Arbeit von DJ4UF, Eckard Moltrecht: DARC Online-Lehrgang bzw. Amateurfunkpruefung.de. Zur Vorbereitung auf die Lizenz und als spätere Nachschlagewerke empfehlen wir die folgenden Bücher:

  • Technik: Amateurfunk-Lehrgang für das Amateurfunkzeugnis Klasse A (ISBN 978-3-88180-389-2)
  • Betriebstechnik und Vorschriften: Amateurfunk-Lehrgang (ISBN 978-3-88180-803-3)

Allerdings kann man sich auch ohne das nötige Kleingeld auf der o.g. Seite des Online-Lehrganges alles Wichtige durchlesen und aneignen. Eine der Amateurfunkmaximen des freien Wissensaustausches wird dort von Eckard vorgelebt: Er hat seinen Lehrgang dem DARC zur freien Verfügung gestellt. Wer seine Materialien auf Papier haben möchte kann sich auch die Unibibliothek begeben und diese dort ausleihen. Mehr dazu auf der Seite Freie Inhalte.

Die Fragenkataloge der BNetzA sind als PDF oder in der Uni-Bibliothek verfügbar und können unter <Druckschriften.Versand@bnetza.de> auch als Printversion bestellt werden:

Die kompletten Fragenkataloge können jedoch auch mit Programmen geübt werden. Erläuterungen dazu finden sich im Rahmen der Prüfungsvorbereitung im Skript.

Ablauf

Struktur

Da die Struktur dieses Lehrganges auf Hochschulsemester zugeschnitten ist, sind die Moltrecht-Lektionen teilweise etwas gestrafft. Die Reihenfolge wurde umstrukturiert um benötigte Zusammenhänge besser darzustellen. Für die Grundlagen des Kurses wird vom Abiturniveau ausgegangen - elektrotechnisches Vorwissen ist nicht unbedingt notwendig.

Die Vorlesungszeit im Wintersemester dauert ca. 15 Wochen (vgl. SoSe ~14 Wochen). Da gerade die letzten beiden Vorlesungswochen oft sehr zeitaufändig werden, gehen die Teil-Curricula von <= 13 wöchentlichen Terminen aus.

Pro Lehreinheit sind maximal vier Stunden für den Kurs kalkuliert, die - abhängig von den Teilnehmenden - bisher oft unterschritten wurden. An der TU Berlin findet der Kurs nach den meisten regulären Studienveranstaltungen ab 16 Uhr bis spätestens 20 Uhr statt. Der Fokus soll insbesondere auf die Verknüpfung des Lehrstoffes mit praktischen Themen gerichtet sein.

Lernrhythmus

Zur Vorbereitung auf jede Lehreinheit werden teilweise kleine Hausaufgaben vor jedem Treffen rumgeschickt und selbstständig - meist fakultativ - bearbeitet. Es reicht sich in Stichpunkten Notizen zu machen, wichtig ist, dass das angelesene Wissen im Kopf landet und ggf. mit den niedergeschriebenen Stichpunkten verknüpft wird. Also: Von Beginn an schon daran denken sich Notizen zum späteren Lernen zu machen. Das gilt vor allem auch für Dinge, die nicht verstanden wurden. Diese können dann im Kurs besprochen werden oder geben später Hinweise auf mögliche Lücken. Beim ersten Treffen wird alles relevante der Kapitel vorgestellt. Nachbereitung: "Was habe ich nicht verstanden?" Ggf. Fragen für das nächste mal notieren - vor den Lektionen des jeweiligen Termins werden wir nochmal auf Wiederholungen eingehen.

Was euch ansonsten keiner abnehmen kann: Lesen, Ausprobieren, Lesen, Ausprobieren. Das Skript ist der rote Faden, von dort aus sind oftmals die Wikipedia und $RANDOM Suchmaschine eure Freunde.

Curricula und Notizen ehemaliger Kurse

Praxis

Praktische Übungen und Demonstrationen sollen das Verständis der Theorie einführen oder im Nachhinein veranschaulichen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Verwendung freier Soft- und Hardware sowie frei verfügbarer Materialien. Das praktische Begleitskript (Experimentesammlung) ist Teil des Kursskriptums.

Ausbildungsfunkbetrieb

Für die fortgeschrittenen Anfänger verfügen wir auch über so genannte DN-Lizenzen, mit denen ihr unter Aufsicht selbst Betrieb machen könnt. Damit die ersten Schritte nicht so wackelig sind, wird der Funkkontakt vorher durchgesprochen und es gibt einen kleinen Ablaufplan für den Betrieb.

Elektronik

  • Schaltungsbau (Einsteiger): Im Rahmen des Kurses werden wir einige Versuchsschaltungen auf einem Breadboard (Steckbrett) aufbauen um uns aus dem Gesehenen oder Gemessenen die Gesetzmäßigkeiten herzuleiten oder andersherum zu veranschaulichen. Für die Klasse E werden wir dabei einen leichten Einstieg in das Thema mit der freien Software Fritzing unternehmen. Diese bietet drei verschiedene Ansichten für den gleichen Aufbau: Breadboard/Lochraster/Streifenraster, Schaltplan und Platine. Komponenten lassen sich einfach aus Listen heraussuchen und durch Drag&Drop verwenden. Für die darauf folgenden ersten Schritte im Löten verwenden wir Lochraster- bzw. Streifenrasterplatinen und gut hantierbare Bauteile zur Durchsteckmontage (THT).
  • Schaltungssimulation: Für Schaltungssimulationen verwenden wir den Quite Universal Circuit Simulator (Qucs), eine freie SPICE-Software, die für jeden uneingeschränkt nutzbar ist - siehe Freie Inhalte. Die von uns verwendeten und zum Download zur Verfügung gestellten .sch-Dateien sollten ab der Version 16 ohne Probleme funktionieren.
  • Schaltungsdesign (Fortgeschrittene): Gegen Ende des Kurses verwenden wir mit euch das freie Werkzeug KiCad, um damit Platinen zu layouten und anschließend selbst herzustellen. Hier werden wir anfangen so genanntes "Hühnerfutter" also erste große SMD-Bauteile zu verweden, die noch per Hand zu löten sind.

Signalverarbeitung

Wir werden während des Kurses auch das Thema SDR behandeln. Den günstigsten Einstieg in den Sektor bieten zum Softwareempfang DVB-T-Sticks mit RTL-Chipsatz. Wer mit einem eigenen Device experiementieren möchte, kann sich dieses gern selbst kaufen. Die RTL-Dongles sind bereits für wenige Euro bzw. Dollar in beliebigen in- und ausländischen Online-Shops erhältlich. Bereits für diesen Einsatzzweck optimiert sind die Geräte von rtl-sdr.com, welche man direkt dort bestellen kann. Ab V.3 (verfügbar seit 08/2016) können diese sogar über ein Direct Sampling des Quadratur-Empfangszweiges Kurz-, und Mittelwelle empfangen.

Beachtet allerdings bei Sammelbestellungen im Ausland die zollrechtlichen Bedingungen und kauft sie zeitnah, da es durchaus ein paar Wochen dauern kann, bis die Post ankommt. Man kann den Dongle z.B. mit GNU Radio oder Android-Spektrum-Analyzern verwenden.

  • GNU Radio ist eine hervorragende freie Softwaresuite um in die digitale Signalverarbeitung einzusteigen. Mit einer großen Vielfalt vorhandener "signal processing blocks" ist es sehr einfach sich erste Anwendungen in Blockschaldbildern zusammenzubauen. Die Ein- und Ausgabe kann, aber muss keine Empfangs- oder Sende-Hardware sein.
  • GNU Octave ist eine freie Mathematiksoftware deren Designziel es ist mit dem proprietären MATLAB Code-kompatibel zu sein.

SWL

Um ein Gefühl für die Kurzwelle zu bekommen, empfehlen wir den so genannten "SWL"s (Short Wave Listener) zum Hören zu Hause WebSDR oder einen Weltempfänger wer es klassisch mag. Ansonsten könnt ihr bei uns im Shack gemeinsam mit einem lizenzierten Operator Erfahrungen sammeln.

Beim selbstständigen Reinhören zu Hause sollte man vorher im HF-Bandplan der IARU Region 1 nachschlagen und sich für den Anfang die SSB-Bereiche ("alle Sendearten") heraussuchen. Bedenkt dabei:

  • Nicht alle Bänder sind zu allen Uhrzeiten offen - grob kann man sagen, dass die Low Bands (größeren Wellenlängen) eher die Nacht- und Winterbänder sind und die High Bands (kürzere Wellenlängen) die Tag-Bänder. Einen guten Überblick über die Ausbreitungseigenschaften der einzelnen Kurzwellenbänder gibt es auf der Homepage des Amateurfunkverbands Salzburg.
  • SSB-Demodulation bis 10MHz mit LSB und darüber mit USB.